Montag, 5. November 2012

Insolvenzticker: VfB Lübeck

Zum zweiten Mal nach 2008 musste der VfB Lübeck am heutigen Montag den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Der Viertligist aus Schleswig-Holstein hofft aber, die Eröffnung des Verfahrens noch verhindern zu können. Das muss in den kommenden drei Monaten geschehen, ansonsten stünden die Grün-Weißen als erster Absteiger aus der Regionalliga Nord fest. "Die Chancen, das Verfahren zu verhindern, stehen derzeit bei 50:50", wurde Vorstandssprecher Holger Leu auf ndr.de zitiert.

Gegenwärtig belasten den VfB 450.000 Euro Schulden, die im Saisonverlauf auf 700.000 Euro ansteigen könnten. Durch den Insolvenzantrag soll vor allem Zeit gewonnen werden, denn die Gehälter der Mitarbeiter und Spieler, die schon im Oktober nicht mehr flossen, werden nun von der Agentur für Arbeit gezahlt.

Zudem ist der Klub auf der Suche nach einem neuen Aufsichtsrat, nachdem der alte am 30.Oktober in einer turbulenten Veranstaltung von der Jahreshauptversammlung abgewählt worden war. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung soll am 26. November die Nachfolger bestimmen. Davon wird abhängen, inwiefern es dem Klub gelingt, Investoren zu gewinnen. Medienberichten zufolge steht ein Investor aus Hessen bereit. Vorstandssprecher Leu bezeichnete einen Neuanfang in der fünften Liga (Schleswig-Holstein-Liga) jedoch als konkrete Option, sollte kein Investor gefunden werden.

Weitere Infos: http://www.ln-online.de/sport/regional/3596545/vfb-luebeck-zweite-insolvenz-binnen-vier-jahren

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