Dienstag, 18. Dezember 2012

Insolvenzticker: VfB Lübeck

Für den früheren Zweitligisten VfB Lübeck scheint es keinen Ausweg aus der finanziellen Misere zu geben. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens steht unmittelbar bevor, womit die Grün-Weißen aller Voraussicht nach automatisch erster Absteiger aus der Regionalliga Nord sind.

Noch hoffen die Verantwortlichen auf der Lohmühle allerdings, den Sturz in die Schleswig-Holstein-Liga verhindern zu können und bauen dabei auf unklare Statuten des NFV:
http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/3635423/trotz-insolvenz-vfb-hofft-noch-auf-ein-hintertuerchen

Im Raum steht sogar die Liquidation des 1945 als gemeinsamer Nachfolger des Arbeitersportvereins BSV Vorwärts sowie der SpVgg Polizei gegründeten Vereins. Bis zum Saisonende benötigt der Verein mindestens 240.000 Euro, um eine "geordnete Insolvenz" zu erreichen, wie Aufsichtsratsvorsitzender Dietmar Scholze gegenüber den "Lübecker Nachtrichten" mitteilte.  Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus zeigte sich gegenüber den "LN" vorsichtig optimistisch: „Wenn ich überhaupt keine Möglichkeiten mehr sehen würde, dann wäre ich nicht mehr aktiv und würde nicht nach Lösungen suchen“.

Inzwischen wurden Trainer Ramazan Yildirim und Sportmanager Jürgen Popp von ihren Aufgaben entbunden. Die Gehälter der 22 Spieler werden drastisch gekürzt, während Kapitän Oualid Mokhtari, Salih Altin, „Momo“ Diabang sowie Yakub Ramazan Zorlu den Klub verlassen werden. Auf einem "Retterkonto" haben VfB-Anhänger derweil 14.000 Eruo gesammelt, die aber erst frei werden, wenn das Insolvenzverfahren geordnet über die Bühne gehen kann. Zudem hat der Unternehmer Björn Birr von Bismarck angekündigt, eine sechsstellige Summe in den Verein zu investieren.

Weitere Infos:
http://blog-trifft-ball.de/blog/2012/09/vfb-am-boden-die-insolvenz-chronologie/

Keine Kommentare:

Kommentar posten