Sonntag, 11. März 2012

VfL Bückeburg

Heutiger Gast im Jahnstadion (Fritz-Rebell-Kampfbahn) ist der VfL Bückeburg. Hier mein Porträt für die 05er-Stadionzeitung. Anpfiff 15 Uhr, alle hin!

 
Selbst Uralt-05ern steht heute eine Premiere bevor: Denn Pflichtspiele zwischen Göttingen 05 und dem VfL Bückeburg hat es noch nie gegeben. In diesem Sinne also ein doppeltes „Willkommen in Göttingen, VfL Bückeburg“. Das lag einerseits daran, dass Bückeburg und Göttingen bezirkstechnisch derart getrennt sind, dass man sich in unteren Klassen nicht begegnen kann, andererseits aber auch daran, dass Bückeburg sich ligatechnisch zumeist eher bescheiden gab. Was nun wieder für eine 20.000-Einwohnerstadt nicht überraschend und vor allem relativ ist. Denn erfolglos war der VfL wahrlich nicht! Die schillerndsten Jahre waren die Spielzeiten 1953/54-1956/57, als die Grün-Weißen in der damals zweitklassigen Amateuroberliga West mitkickten. Weil aus finanziellen Gründen regelmäßig Leistungsträger abgegeben werden mussten, wurde der VfL später bis in die 1. Kreisklasse durchgereicht. Jene konnte man erst 1972 nach einem epischen Duell mit Nachbar FC Hevesen wieder verlassen. Nach einem Fiasko mit einer überteuerten und lustlosen Legionärself setzte der VfL ab den 1980er Jahren verstärkt auf Nachwuchsarbeit und wurde zu einem Vorbildverein. 1989 gelang mit einer fast ausschließlich aus eigenen Nachwuchsspielern bestückten Elf der Gewinn des Niedersachsenpokals, dem ein DFB-Pokalauftritt gegen die Braunschweiger Eintracht folgte, die sich vor 6.000 Fans mühsam mit 2:0 durchsetzte. Ab 1992 pendelte der mit 1.850 Mitgliedern und 18 Sparten unumwunden als „Großverein“ zu bezeichnende VfL ständig zwischen Landes- und Verbands- bzw. zweigleisiger Oberliga, etablierte sich zunehmend als führendes Fußballteam im Schaumburger Land und feierte weiterhin große Erfolge in der Nachwuchsarbeit. 2011 gelang der bislang größte Erfolg seit den goldenen 50ern. Mit nur drei Niederlagen in 32 Spielen stachen die Residenzstädter im Titelrennen der Landesliga Hannover den hochdotierten 1. FC Wunstorf aus und sicherten sich durch ein von 300 mitgereisten Fans gefeiertes standesgemäßes 7:1 in Heeßel erstmals den Aufstieg in die eingleisige Oberliga Niedersachsen. Erfolgsrezept des Teams um Trainer Timo Nottebrock natürlich auch diesmal: die vorbildliche Nachwuchsarbeit. Finally a personal message to the proud Bückeburg supporter Graham, who is already honored somewhere else by Onkel Günther: “Welcome to the home of the German Pirates. Up the O’s, Up the Gas“!

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