Mittwoch, 6. November 2013

Alle Tassen im Schrank? Schalke 04


Gestern hatten wir mit Borussia Neunkirchen einen Verein, der den Wandel der Montanindustrie nicht so gut wegsteckte, heute folgt ein Verein, dem der Wandel zwar ebenfalls Probleme bereitete, der ihn letztendlich aber souverän überstand und der heute Abend in der Champions League auf den Chelsea FC trifft.

Nun sind Borussia Neunkirchen und Schalke 04 natürlich schwer bis gar nicht zu vergleichen, auch wenn es durchaus Ähnlichkeiten gibt. Schalke war bereits sieben Mal Deutscher Meister geworden, als die Montanindustrie in den 1960er Jahren in die Krise geriet. Seit den 1930ern waren die Königsblauen zum ersten landesweiten „Kultklub“ aufgestiegen, der seine Fans überall hatte. Das ganze Ruhrgebiet identifizierte sich damals mit den Knappen um Kurzorra und Szepan, und nie zuvor hatte es soviel Remmidemmi um einen Fußballverein gegeben.

Daraus wurde ein Mythos, dem ich in dem Buch „Glaube, Liebe, Schalke“ (http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node%2F326, inzwischen in dritter Auflage) ein wenig auf die Pelle rücken durfte. Eine höchst dankbare und vor allem reizvolle Aufgabe, denn Schalke ist ein Verein, mit dem man sich als auch sozial- und gesellschaftsgeschichtlich ausgerichteter Fußballhistoriker natürlich außerordentlich gerne beschäftigt.

Meine persönlichen Beziehungen zum FC Schalke 04 waren anfangs ein wenig von meinem Vater geprägt, der wie vor zwei Wochen bei der „Ruhrpott“-Tasse des BVB angedeutet auf der anderen Seite des ewigen Ruhrpottduells stand. Dennoch war es mein Vater, mit dem ich irgendwann um 1976 erstmals den „Mythos Schalke“ erleben und erfahren durfte. Ich erinnere mich gut an die Straßenbahnfahrt vom Bahnhof hinauf ins Parkstadion, als wir Schalker Markt und Kampfbahn Glückauf passierten, über die Vater so viel zu erzählen wusste und ich selbst in seinen (schwarz-gelben) Augen einen gewissen Glanz sah. Schalkes Mythos bewegt jeden.

Ebenfalls lebhaft in Erinnerung ist mir ein Pokalspiel zwischen Göttingen 05 und dem FC Schalke 04 im Sommer 1977, als das Jahnstadion pickepackevoll war und ich meine ersten eher unschönen Erfahrungen mit kuttentragenden Rockern machte, denen meine schwarz-gelbe Fahne nicht gefiel.

Wie in vermutlich jeder Fußballfan-Biografie finden sich auch in meiner diverse persönliche Verbindungen zu Anhängern der Königsblauen, denn wie oben schon angedeutet: Schalker gibt es überall. Dank meiner vor den Toren von Lüdenscheid gelegenen Heimatstadt war das allerdings mitunter mit der einen oder anderen Frotzelei verbunden, wiewohl ich zwar kein Borusse war, aber eben dennoch Schwarzgelb trug. Ein Tag wird mir in diesem Zusammenhang unvergessen bleiben: der 19. Mai 2001. 05 spielte damals bei Arminia Hannover, und mein Uralt-05-Fankumpel und Schalke-Fan Sauer stand neben mir. Er hing längst mit anderthalb Ohren am Radio und hatte das 05-Spiel fast vergessen, als das Drama seinen Lauf nahm...

Glückauf!

Dienstag, 5. November 2013

Alle Tassen im Schrank? Borussia Neunkirchen

Abgestürzte Traditionsvereine kommen in der "Tassen-Like-Liga powered by Hardy Grüne" ja in der Regel recht gut an, und so will ich heute einen weiteren dieser ganz großen Namen posten, die ein wenig aus dem Blickfeld gerutscht sind: Borussia Neunkirchen.

Die Saarländer waren in der Wirtschaftswunderzeit nach dem Zweiten Weltkrieg Protyp für diese von der ortsansässigen Industrie gepuschten Klubs, die es mit Leidenschaft, Zusammenhalt und eben auch Finanzmittel nach ganz oben schafften. In Neunkirchen, vom Sportfeuilletonisten Richard Kirn seinerzeit als "arbeitsame, düstere Stadt" beschrieben, war es vor allem das örtliche Eisenwerk, das zwar bis heute allgegenwärtig im Ortsbild ist, dessen Feuer jedoch längst verloschen ist.

Aufschwung und leider auch Niedergang des Borussia VfB Neunkirchen sind folglich eng verbunden mit dem Schicksal der Montanindustrie, die in den 1960er noch boomte und half, dass die Schwarz-Weißen insgesamt drei Jahre in der Bundesliga mitmischen durften. Das Ellenfeld-Stadion, seit 1912 beackert, erhielt damals einige wuchtige Tribünen, die bis heute in ihrer reinen, wenngleich eher nüchternen Schönheit zu bewundern sind. 30.000 Menschen passten damals rein - und damit fast jeder Einwohner der Stadt!

Als die Borussia 1968 zum zweiten Mal aus der Bundesliga abstieg, korrespondierte dies eher zufällig mit dem Aus der letzten Grube in Neunkirchen. Doch es war ein fatales Zeichen, denn fortan wanderten Borussia und Neunkirchen Hand in Hand in einen schleichenden Niedergang, und als in den 1980er Jahren auch das Eisenwerk und die der Borussia sehr zugeneigte Schlossbrauerei die Pforten schlossen, verschwand der Klub dauerhaft in der Drittklassigkeit. Es folgten die üblichen Szenarien: Insolvenz, Absturz bis in die 5. Liga, Reduzierung der Fanszene auf eine äußerst übersichtliche aber dafür umso treuere Schar.

Einen aus dieser treuen Schar schätze ich schon seit vielen Jahren als Freund, ausgezeichneten Schreiber und eben treuen Anhänger der Borussia. Auch wenn Tobias Fuchs inzwischen in Berlin lebt und eine Fernbeziehung zu seiner Borussia pflegt, ist er dem Verein noch immer mit ganzem Herzen verbunden. Fuchs war es auch, der zum Stadionjubiläum 2012 ein großartiges Buch vorlegte, für das ich dieser Stelle einfach mal unverholen Werbung mache, zumal ich ohnehin einer der Buchpaten bin: http://www.borussia-neunkirchen.de/ellenfeld-buch/.

Hoch lebe Eisen, hoch lebe Stahl!
 
Foto: Abgestürzte Traditionsvereine kommen in der "Tassen-Like-Liga powered by Hardy Grüne" ja in der Regel recht gut an, und so will ich heute einen weiteren dieser ganz großen Namen posten, die ein wenig aus dem Blickfeld gerutscht sind: Borussia Neunkirchen.

Die Saarländer waren in der Wirtschaftswunderzeit nach dem Zweiten Weltkrieg Protyp für diese von der ortsansässigen Industrie gepuschten Klubs, die es mit Leidenschaft, Zusammenhalt und eben auch Finanzmittel nach ganz oben schafften. In Neunkirchen, vom Sportfeuilletonisten Richard Kirn seinerzeit als "arbeitsame, düstere Stadt" beschrieben, war es vor allem das örtliche Eisenwerk, das zwar bis heute allgegenwärtig im Ortsbild ist, dessen Feuer jedoch längst verloschen ist.

Aufschwung und leider auch Niedergang des Borussia VfB Neunkirchen sind folglich eng verbunden mit dem Schicksal der Montanindustrie, die in den 1960er noch boomte und half, dass die Schwarz-Weißen insgesamt drei Jahre in der Bundesliga mitmischen durften. Das Ellenfeld-Stadion, seit 1912 beackert, erhielt damals einige wuchtige Tribünen, die bis heute in ihrer reinen, wenngleich eher nüchternen Schönheit zu bewundern sind. 30.000 Menschen passten damals rein - und damit fast jeder Einwohner der Stadt!

Als die Borussia 1968 zum zweiten Mal aus der Bundesliga abstieg, korrespondierte dies eher zufällig mit dem Aus der letzten Grube in Neunkirchen. Doch es war ein fatales Zeichen, denn fortan wanderten Borussia und Neunkirchen Hand in Hand in einen schleichenden Niedergang, und als in den 1980er Jahren auch das Eisenwerk und die der Borussia sehr zugeneigte Schlossbrauerei die Pforten schlossen, verschwand der Klub dauerhaft in der Drittklassigkeit. Es folgten die üblichen Szenarien: Insolvenz, Absturz bis in die 5. Liga, Reduzierung der Fanszene auf eine äußerst übersichtliche aber dafür umso treuere Schar.

Einen aus dieser treuen Schar schätze ich schon seit vielen Jahren als Freund, ausgezeichneten Schreiber und eben treuen Anhänger der Borussia. Auch wenn Tobias Fuchs inzwischen in Berlin lebt und eine Fernbeziehung zu seiner Borussia pflegt, ist er dem Verein noch immer mit ganzem Herzen verbunden. Fuchs war es auch, der zum Stadionjubiläum 2012 ein großartiges Buch vorlegte, für das ich dieser Stelle einfach mal unverholen Werbung mache, zumal ich ohnehin einer der Buchpaten bin: http://www.borussia-neunkirchen.de/ellenfeld-buch/.

Hoch lebe Eisen, hoch lebe Stahl! 
 
Jeden Morgen um 8 Uhr gibt es auf meiner Facebook-Seite (www.facebook.com/hardygruene) eine Fußballtasse mitsamt kleiner Geschichte zum entsprechenden Verein zu entdecken (außer Montags, da rufe ich zum "Montagsrätsel"). Und Eure "gefällt-mir"-Stimmen sorgen für den aktuellen Tabellenstand in der "Tassen-Like-Liga powered by Hardy Grüne"! 

Montag, 4. November 2013

Neuerscheinung "Wenn Spieltag ist. Fußballfans in der Bundesliga"


"Wenn Spieltag ist. Fußallfans in der Bundesliga" war ganz bestimmt eines der spannendsten Buchprojekte, an denen ich bislang beteilgt war. Über die Entwicklung in 50 Jahren Fankultur in der Bundesliga zu forschen, zu schreiben und Bilder zu sondieren - das war irgendwie auch eine Reise durch meine eigene Geschichte.

Nun ist das Buch da, und ich sehr gespannt, ob auch Ihr "eure" Geschichte darin wiederfindet.

Eine Besprechung erspar ich mir aus offenkundigen Gründen und bringe an dieser Stelle lieber den Begleittext des Verlages, der hoffentlich einen Eindruck vermittelt. Zudem ein Link zum "Blick ins Buch" http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node/567.

Hardy Grüne (Hrsg.)
Wenn Spieltag ist

Fußballfans in der Bundesliga


Alle sind sie abgefeiert worden, im Jubiläumsjahr der Fußball-Bundesliga: die Spieler, die Vereine, die Trainer, die verrücktesten Spiele, die tollsten Tore. Nur eine Gruppe wurde kaum gewürdigt, dabei sähe es in den Stadien der Fußball-Bundesliga ohne sie doch ungleich trister aus: die Fans.

Hardy Grüne und sein Autorenteam haben das mit „Wenn Spieltag ist. Fußballfans in der Bundesliga“ nun geändert und eine längst überfällige Hommage an die nach den Spielern wohl wichtigsten Protagonisten im Bundesligafußball vorgelegt.

Wie es sich für ein Buch über bunte und vielfältige Fankultur gehört, kommt es mit ausdrucksstarken Bildern daher, die von fachkundigen Texten begleitet werden. Die Autoren – allesamt selbst praktizierende Fußballfans und zugleich Journalisten – rücken dem Fanwesen dabei von innen auf den Pelz. Es geht u.a. um die überragende Bedeutung der Klubfarben, die Frage, warum man eigentlich zu Auswärtsspielen mitfährt und die Rolle von weiblichen Fans in 50 Jahren Bundesliga.

Aber auch die dunklen Seiten der Fankultur werden beleuchtet. Als da wären: Gewalt und Neonazis, die unterschiedlichen Positionen in der Pyrotechnikfrage, die Veränderungen im Zuge der Kommerzialisierung der Bundesliga sowie die kontrovers diskutierte Rolle der Ultras in den Stadien.

Beeindruckend sind die etwa 400 Bilder, die eine tolle Zeitreise durch 50 Jahre Fankultur in der Bundesliga erlauben. Sie zeigen, wie sich das Fanwesen ständig veränderte. Angefangen bei jenen Tagen, in denen Fans in den Kurven noch sittsam Sakko und Krawatte trugen, über die berühmten Kutten der 1980er Jahre bis hin zu den stylischen Ultras, die heute die Fantribünen dominieren, dokumentieren die weitestgehend unveröffentlichten Fotos diesen sich stetig wandelnden Zeitgeist und schenken wehmütige Reminiszenzen, aber auch lustige Momente.

Ein opulentes Bilder-Lesebuch über die wunderbar bunte und so vielschichtige Welt der Fußballfans. Unbedingt notwendig, unbedingt empfehlenswert.

Hardy Grüne (Hrsg.)
Wenn Spieltag ist
Fußballfans in der Bundesliga
256 Seiten, A4, Hardcover, ca. 400 Fotos
ISBN: 978-3-7307-0039-6
Preis: 29,90 Euro
Erschienen im Verlag Die Werkstatt

Sonntag, 3. November 2013

Alle Tassen im Schrank? Altona 93


Mein heutiger Tassengruß kommt aus dem hohen Norden und geht in die lichten Höhen der Schweiz, wo jetzt vermutlich ein eingefleischter AFC-Fan aufspringt und die Erinnerungsmaschine anwirft

Die springt natürlich auch bei mir an, und das aus vielerlei Gründen. Der AFC, Altona 93, das ist einer dieser sagenumwobenen Vereine, denen ich schon in meiner Frühzeit als Fußballforscher begegnete und sofort "verfiel". Alleine die Trikots in schwarz-weiß-rot quergestreift waren schon einzigartig! Dann der Name, und schließlich natürlich die Geschichte. Adolf Jäger war sicher nicht nur einer der besten Fußballer seiner Epoche, sondern zudem ein höchst feiner Kerl, der das Ansehen des Altonaer FC von 1893 über Jahrzehnte geprägt hat.

Als Altona 1984 in die Oberliga Nord aufstieg und damit erstmals seit Ewigkeiten wieder gegen Göttingen 05 spielen durfte, war ich vor dem Gastspiel in der Adolf-Jäger-Kampfbahn aufgeregt wie ein kleines Kind. Noch immer trug der Verein Trikots, die aus der Zeit der Jahrhundertwende zu stammen schienen, und die wuchtige Tribüne erzählte ebenso von großen Fußballschlachten wie die fast komplett zugewucherte Gegengerade. Ein Paradies für einen Fußballnostalgiker wie mich! Jedes Mal, wenn 05 beim AFC auflief, entdeckte ich neue alte Dinge in der AJK. Da war ein vergessener Eingang neben der Haupttribüne, da waren verwitterte Wellenbrecher auf der Gegengerade, die nur zu erreichen waren, wenn man sich durch das dichte Unterholz wühlte, da war ein Kissen mit uralten Anstecknadeln, das in der Geschäftsstelle ausgestellt wurde. Der AFC, das war mein erklärter Liebling in Hamburg.

Später wurden meine Verbindungen zum AFC persönlicher, und auch das war eine gute Wahl, die mir den Klub auf andere Art und Weise näher brachte. Zudem lernte ich Stachel kennen, einen eingefleischten AFC-Fan, der zu meiner "Wappenschmiede" wurde und 2001 für das große Vereinslexikon zahlreiche historische Wappen nachzeichnete, die ich damals erstmals überhaupt veröffentlichen konnte. 2007/08 reiste ich nach der Qualifikation zur Regionalliga zum Auswärtsspiel bei Sachsen Leipzig und verbrachte mit der aus Hamburg angereisten Fanschar einen unvergessenen Nachmittag im großen WM-Stadion, der zudem durch einen AFC-Sieg gekrönt wurde.

Altona 93 ist für mich einer dieser ganz seltenen Vereine, die über eine schier endlos lange Geschichte verfügen, unzählige Turbulenzen durchlebt haben, mit offenkundigen und vermutlich auch unüberwindbaren Problemen im Profifußball kämpfen und trotzdem nie ihre Aura verloren. Dass liegt zweifelsohne vor allem daran, dass es zu jeder Zeit eine stattliche Zahl vereinstreuer Sympathisanten gab (und gibt), denen das Wohl ihres Klubs am Herzen liegt. Das ist auch gegenwärtig wieder wichtig, denn der Auszug aus der seit 1909 beackerten Adolf-Jäger-Kampfbahn ist beschlossen und seine Umsetzung nur noch eine Frage der Zeit. Es wird ein schwerer Einschnitt sein, doch ich bin guter Dinge, dass der AFC auch diese Herausforderung meistern wird.

Say uh ah Altona!
Foto: Mein heutiger Tassengruß kommt aus dem hohen Norden und geht in die lichten Höhen der Schweiz, wo jetzt vermutlich ein eingefleischter AFC-Fan aufspringt und die Erinnerungsmaschine anwirft :-D

Die springt natürlich auch bei mir an, und das aus vielerlei Gründen. Der AFC, Altona 93, das ist einer dieser sagenumwobenen Vereine, denen ich schon in meiner Frühzeit als Fußballforscher begegnete und sofort "verfiel". Alleine die Trikots in schwarz-weiß-rot quergestreift waren schon einzigartig! Dann der Name, und schließlich natürlich die Geschichte. Adolf Jäger war sicher nicht nur einer der besten Fußballer seiner Epoche, sondern zudem ein höchst feiner Kerl, der das Ansehen des Altonaer FC von 1893 über Jahrzehnte geprägt hat.

Als Altona 1984 in die Oberliga Nord aufstieg und damit erstmals seit Ewigkeiten wieder gegen Göttingen 05 spielen durfte, war ich vor dem Gastspiel in der Adolf-Jäger-Kampfbahn aufgeregt wie ein kleines Kind. Noch immer trug der Verein Trikots, die aus der Zeit der Jahrhundertwende zu stammen schienen, und die wuchtige Tribüne erzählte ebenso von großen Fußballschlachten wie die fast komplett zugewucherte Gegengerade. Ein Paradies für einen Fußballnostalgiker wie mich! Jedes Mal, wenn 05 beim AFC auflief, entdeckte ich neue alte Dinge in der AJK. Da war ein vergessener Eingang neben der Haupttribüne, da waren alte Wellenbrecher auf der Gegengerade, die nur zu erreichen waren, wenn man sich durch das dichte Unterholz wühlt, da war ein Kissen mit uralten Anstecknadeln, das in der Geschäftsstelle ausgestellt wurde. Der AFC, das war mein erklärter Liebling in Hamburg.

Später wurden meine Verbindungen zum AFC persönlicher, und auch das war eine gute Wahl, die mir den Klub auf andere Art und Weise näher brachte. Zudem lernte ich Stachel kennen, einen eingefleischten AFC-Fan, der zu meiner "Wappenschmiede" wurde und 2001 für das große Vereinslexikon zahlreiche historische Wappen nachzeichnete, die ich damals erstmals überhaupt veröffentlichen konnte. 2007/08 reiste ich nach der Qualifikation zur Regionalliga zum Auswärtsspiel bei Sachsen Leipzig und verbrachte mit der aus Hamburg angereisten Fanschar einen unvergessenen Nachmittag im großen WM-Stadion, der zudem durch einen AFC-Sieg gekrönt wurde.

Altona 93 ist für mich einer dieser ganz seltenen Vereine, die über eine schier endlos lange Geschichte verfügen, unzählige Turbulenzen durchlebt haben, mit offenkundigen und vermutlich auch unüberwindbaren Problemen im Profifußball kämpfen und trotzdem nie ihre Aura verloren. Dass liegt zweifelsohne vor allem daran, dass es zu jeder Zeit eine stattliche Zahl vereinstreuer Sympathisanten gab (und gibt), denen das Wohl ihres Klubs am Herzen liegt. Das ist auch gegenwärtig wieder wichtig, denn der Auszug aus der seit 1909 beackerten Adolf-Jäger-Kampfbahn ist beschlossen und seine Umsetzung nur noch eine Frage der Zeit. Es wird ein schwerer Einschnitt sein, doch ich bin guter Dinge, dass der AFC auch diese Herausforderung meistern wird.

Say uh ah Altona! 
Jeden Morgen um 8 Uhr gibt es auf meiner Facebook-Seite (www.facebook.com/hardygruene) eine Fußballtasse mitsamt kleiner Geschichte zum entsprechenden Verein zu entdecken (außer Montags, da rufe ich zum "Montagsrätsel"). Und Eure "gefällt-mir"-Stimmen sorgen für den aktuellen Tabellenstand in der "Tassen-Like-Liga powered by Hardy Grüne"! 

Samstag, 2. November 2013

Insolvenzticker: Göttingen 05

Ich will mich mal an einem Update in Sachen Göttingen 05 versuchen. Da gibt es im Grunde genommen allerdings nichts wirklich Neues zu berichten, da alles auf eine für den 11. November 2013 anberaumte außerordentliche Jahreshauptversammlung ausgerichtet ist.

Zur Erinnerung: Vier von fünf Vorstandsmitgliedern des erst am 1. Juli 2013 entstandenen I. SC Göttingen 05 (ehemalige Oberligamannschaft des RSV Göttingen 05) sind vor rund zwei Wochen zurückgetreten. Letztes verbliebenes Vorstandsmitglied war der Sportliche Leiter und Trainer der Oberligamannschaft, Hansi Ehrlich. Allerdings hatte sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass der fünfköpfige Vorstand gar nicht beim Amtsgericht gemeldet war und insofern mit Stephan Kazmeier ein Gründungsmitglied des I. SC 05 faktisch letztes verbliebenes Vorstandsmitglied war, der tatsächlich jedoch gar nicht dem Präsidium angehörte.

Kazmeier war es auch, der zur außerordentlichen Mitgliederversammlung einberief, die nun wie erwähnt am 11. November stattfinden wird. Dort soll einerseits über die sportliche und wirtschaftliche Situation des Vereins informiert und andererseits ein neues Präsidium gewählt werden. Kurios dabei ist allerdings, dass von den 128 Mitgliedern des Vereins lediglich eine Handvoll keine Jugendlichen (= Spieler der Jugendmannschaften) sind. Das ist nicht zuletzt Folge eines Vorstandsbeschlusses von Sommer 2013, zunächst keine nicht-aktive Mitglieder aufzunehmen. Damals wurde argumentiert, man wolle verhindern, dass es zu einer "feindlichen Übernahme" durch vereinsfremde Funktionäre kommen könne. Durch die Aufnahmesperre konnten auch die beitrittswilligen Mitglieder der aktiven Fanszene zunächst nicht dem I. SC 05 beitreten.

Trainer und letztes Präsidiumsmitglied Hansi Ehrlich wird sich am 11. November aller Voraussicht nach den Mitgliedern der Wahl zum 1. Vorsitzenden stellen. Da die Jugendabteilung quasi deckungsgleich mit dem ehemaligen JFV Göttingen (Jugendförderverein), der im Sommer 2013 in den I. SC 05 verschmolz und von Ehrlich geführt wurde, ist, gilt seine Wahl als sicher. Wer an Ehrlichs Seite das Präsidium stellen wird, ist nicht bekannt.

Ehrlich stellte sich letzte Woche in einer Diskussion den 05-Anhängern. Dabei versicherte er, es gäbe keine aktuelle Insolvenzgefahr. Er würde sich aber noch einen Überblick über die Finanzen verschaffen. Zugleich bestätigte er, dass Ex-Präsident Michael Wucherpfennig in der Tat über einen Konkursantrag nachgedacht habe. Ehrlich betonte, dass das mit ihm "nicht gegangen" wäre. Das Zerwürfnis im Präsidium bezeichnete er als endgültig. Für die Oberligamannschaft fühlte er sich bislang nicht zuständig, da er hauptverantwortlich für die Jugendabteilung gewesen sei. Wucherpfennig, gegenwärtig auf Geschäftsreise in Indien, wiedersprach dem allerdings via Göttinger Tageblatt: http://goettingen.sportbuzzer.de/magazin/05-junioren-haben-die-wahl/610

Für den Fall seiner Wahl zum Vorsitzenden kündigte Ehrlich Gespräche mit den Spielern an. Man müsse die finanziellen Belastungen reduzieren, um die Saison finanzieren zu können. Wichtigstes sportliches Ziel sei der Klassenerhalt. Ex-Präsident Wucherpfennig wird an der AV teilnehmen. Er steht in der Kritik, weil die Ausgliederung der Oberligamannschaft als I. SC 05 vor allem seiner Initiative zu verdanken war. In einem Bericht des Göttinger Tageblattes am Rande des Heimspiels gegen den 1. FC Wunstorf warfen befragte Zuschauer Wucherpfennig fehlendes Rückgrat vor. http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Sport/Themen/Fussball-vor-Ort/Fussball-Oberliga-Unmut-und-Hoffnung-haelt-sich-bei-den-Anhaengern-des-1.-SC-05-die-Waage

Medienberichten zufolge hat Wucherpfennig rund 60.000 Euro zum Saisonetat beigesteuert (bzw. zugesichtert) und damit für einen Großteil des Etats gesorgt. Inwieweit diese Gelder tatsächlich geflossen sind bzw. noch zur Verfügung stehen, dazu gibt es zwischen Ehrlich und Wucherpfennig unterschiedliche Aussagen. In Göttingen wartet man also auf den 11. November, an dem sich die Zukunft des jungen Vereins entscheiden wird.

Alle Tassen im Schrank? Bristol Rovers Meister 1990

Wenn die Gegenwart nicht viel Freude bereitet, bleibt uns Fußballfans ja immer noch der Blick in die Vergangenheit. Dann schwelgt man eben ein bisschen in seinen Erinnerungen, und schon sieht auch die Gegenwart wieder besser aus. Ähnlich wie beim Wetter ist es schließlich auch im Fußball: auf ein Hoch folgt ein Tief, auf ein Tief folgt ein Hoch.

Auf ein Hoch meines englischen Lieblings Bristol Rovers warte ich nun schon seit ziemlich langer Zeit. 2007 bejubelte ich im nagelneuen Wembley den Aufstieg in die 3. Liga, ehe die Pirates 2007/08 einen großartigen Siegeszug im FA-Cup hinlegten, bei dem u.a. ein Sieg in Fuhams Craven Cottage gelang. Als jedoch kurz nach Beginn der Saison 2009/10 Torjäger Ricky Lambert nach Southampton wechselte und man keinen Ersatz fand, brach die positive Aufbruchstimmung zusammen, und 2011 ging es zurück in Liga 4. Dort spielt der Klub auch gegenwärtig und muss sich heute Nachmittag bei Spitzenreiter Oxford United behaupten.

Die abgebildete Tasse stammt aus dem Jahr 1990, als ich ehrlich gesagt selbst noch gar kein Rovers Fan war. Ich habe sie vor einiger Jahren über ebay erworben und hüte sie seitdem wie einen kleinen Goldschatz. Die Tasse ist eine Sonderherstellung zum Gewinn der Meisterschaft der (alten, also "echten") 3. Liga, die das Team am 5. Mai 1990 mit einem 3:0 in Blackpool gewonnen hatte. Für Rovers Fans war allerdings das Heimspiel drei Tage zuvor wesentlich bedeutsamer gewesen, denn da traf man im direkten Duell auf den Verfolger und Lokalrivalen Bristol City.

In einem der denkwürdigsten Spieler der Klubgeschichte zerlegten die Pirates ihren Rivalen an jenem unvergessen 2nd of May im Exil im Twerton Park in Bath (das eigene Eastville Stadium war kurz zuvor abgerissen worden) mit sage und schreibe 3:0 und schrieben damit lokale Fußballgeschichte. Den entscheidenden Treffer markierte Ian Holloway vom Elfmeterpunkt - jener Ian Holloway, der kürzlich Crystal Palace als Trainer verlassen hat und mit seinen Sprüchen Kultstatus in England genießt. Holloway wuchs in Eastville, dem traditionellen Rovers-Kiez im Norden von Bristol auf und ist bekennender Pirate.

Auch wenn ich das Spiel jederzeit auf DVD gucken könnte, bleibt mir in der Gegenwart bzw. Realität nur das weitere Warten auf einen baldigen "Wetterwechsel" und die Hoffnung, dass es nicht auch noch zum Super-GAU, dem Abstieg aus der Football League führen wird.

UP THE GAS and Goodnight Irene!
 
Foto: Wenn die Gegenwart nicht viel Freude bereitet, bleibt uns Fußballfans ja immer noch der Blick in die Vergangenheit. Dann schwelgt man eben ein bisschen in seinen Erinnerungen, und schon sieht auch die Gegenwart wieder besser aus. Ähnlich wie beim Wetter ist es schließlich auch im Fußball: auf ein Hoch folgt ein Tief, auf ein Tief folgt ein Hoch.

Auf ein Hoch meines englischen Lieblings Bristol Rovers warte ich nun schon seit ziemlich langer Zeit. 2007 bejubelte ich im nagelneuen Wembley den Aufstieg in die 3. Liga, ehe die Pirates 2007/08 einen großartigen Siegeszug im FA-Cup hinlegten, bei dem u.a. ein Sieg in Fuhams Craven Cottage gelang. Als jedoch kurz nach Beginn der Saison 2009/10 Torjäger Ricky Lambert nach Southampton wechselte und man keinen Ersatz fand, brach die positive Aufbruchstimmung zusammen, und 2011 ging es zurück in Liga 4. Dort spielt der Klub auch gegenwärtig und muss sich heute Nachmittag bei Spitzenreiter Oxford United behaupten.

Die abgebildete Tasse stammt aus dem Jahr 1990, als ich ehrlich gesagt selbst noch gar kein Rovers Fan war. Ich habe sie vor einiger Jahren über ebay erworben und hüte sie seitdem wie einen kleinen Goldschatz. Die Tasse ist eine Sonderherstellung zum Gewinn der Meisterschaft der (alten, also "echten") 3. Liga, die das Team am 5. Mai 1990 mit einem 3:0 in Blackpool gewonnen hatte. Für Rovers Fans war allerdings das Heimspiel drei Tage zuvor wesentlich bedeutsamer gewesen, denn da traf man im direkten Duell auf den Verfolger und Lokalrivalen Bristol City.

In einem der denkwürdigsten Spieler der Klubgeschichte zerlegten die Pirates ihren Rivalen an jenem unvergessen 2nd of May im Exil im Twerton Park in Bath (das eigene Eastville Stadium war kurz zuvor abgerissen worden) mit sage und schreibe 3:0 und schrieben damit lokale Fußballgeschichte. Den entscheidenden Treffer markierte Ian Holloway vom Elfmeterpunkt - jener Ian Holloway, der kürzlich Crystal Palace als Trainer verlassen hat und mit seinen Sprüchen Kultstatus in England genießt. Holloway wuchs in Eastville, dem traditionellen Rovers-Kiez im Norden von Bristol auf und ist bekennender Pirate.

Auch wenn ich das Spiel jederzeit auf DVD gucken könnte, bleibt mir in der Gegenwart bzw. Realität nur das weitere Warten auf einen baldigen "Wetterwechsel" und die Hoffnung, dass es nicht auch noch zum Super-GAU, dem Abstieg aus der Football League führen wird.

UP THE GAS and Goodnight Irene!

Freitag, 1. November 2013

Alle Tassen im Schrank? Fortuna Düsseldorf

Fans der Düsseldorfer Fortuna werden dem heutigen Abend mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Einerseits geht es zum VfR Aalen, wo man 2008/09 am vorletzten Spieltag mit einem 2:1-Sieg den vorentscheidenden Schritt zurück in die 2. Bundesliga machte. Andererseits war da am letzten Wochenende etwas, das vermutlich noch ein wenig nachwirkt

Nun sind Fans der Düsseldorfer Fortuna traditionell hart im nehmen und können einiges ab - Fan eines solchen Klubs zu sein, bringt das vermutlich mit sich. Ich erinnere mich gut an die legendären Zeiten des 05-Fanzines "Der Schlafende Riese", in denen wir mit einigen beinharten Fortuna-Fans verbunden waren und, heute kann ich es ja verraten, am Ende der Saison 2000/01 gemeinsam versuchten, den SV Wilhelmshaven, dessen Faxgerät gesponnen hatte, aus der Liga zu schubsen, um unsere beiden Vereine in der Regionalliga spielen zu sehen. Bei der Fortuna hat's geklappt, bei 05 leider nicht.

Ein Duell 05/Fortuna gab es im Pflichtspielbereich meines Wissens noch nie. Und doch ist eine meiner sehr frühen Fußballerinnerungen mit Fortuna Düsseldorf verbunden. 1975 wohnten wir gerade erst ein paar Monate in Göttingen, als die Fortuna, damals in der Bundesliga eine große Nummer, im Jahnstadion vorbeikam und unseren Goalgetter Frank-Michael Schonert mitnahm. Ich war ziemlich traurig, dass Schonert nicht mehr das gelbe Jersey mit dem "05" trug, sondern ein rot-weiß gestreiftes mit einem "F95" vorne drauf. Aber gleichzeitig war es auch unglaublich aufregend - weil die Fortuna mir aus der Sportschau so vertraut war. Und nun sah ich sie plötzlich in Farbe (statt im Schwarzweiß des Fernsehens) und in natura!

Nun, mit Schonert und den Rheinländern wurde das nix, und 05 marschierte ohne Schonert zwei Jahre später in die Oberliga, womit eine lange anhaltende Epoche des Leidens begann. In die geriet auch die Fortuna, als sie 1992/93 als Bundesligaabsteiger in die damals drittklassige Oberliga durchgereicht wurde. Noch schlimmer war es dann von 2002 bis 2004, als man erneut Oberliga spielte, die inzwischen aber nur noch die vierthöchste Spielklasse war.

Auch die Fortuna ist einer dieser Vereine, die ihre Krise(n) ohne ihre treue und einfallsreiche Fanschar möglicherweise nicht überlebt hätte. Wer erinnert sich beispielsweise noch an die geniale Idee, den Elfmeterpunkt auszugraben und zu "entführen"? Insofern werden die Fortunen dem heutigen Abend vermutlich eher gelassen entgegen sehen. Was kann schon passieren, was sie nicht schon längst erlebt hätten?
 
Foto: Fans der Düsseldorfer Fortuna werden dem heutigen Abend mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Einerseits geht es zum VfR Aalen, wo man 2008/09 am vorletzten Spieltag mit einem 2:1-Sieg den vorentscheidenden Schritt zurück in die 2. Bundesliga machte. Andererseits war da am letzten Wochenede etwas, das vermutlich noch ein wenig nachwirkt ;-)

Nun sind Fans der Düsseldorfer Fortuna traditionell hart im nehmen und können einiges ab - Fan eines solchen Klubs zu sein, bringt das vermutlich mit sich. Ich erinnere mich gut an die legendären Zeiten des 05-Fanzines "Der Schlafende Riese", in denen wir mit einigen beinharten Fortuna-Fans verbunden waren und, heute kann ich es ja verraten, am Ende der Saison 2000/01 gemeinsam versuchten, den SV Wilhelmshaven, dessen Faxgerät gesponnen hatte, aus der Liga zu schubsen, um unsere beiden Vereine in der Regionalliga spielen zu sehen. Bei der Fortuna hat's geklappt, bei 05 leider nicht.

Ein Duell 05/Fortuna gab es im Pflichtspielbereich meines Wissens noch nie. Und doch ist eine meiner sehr frühen Fußballerinnerungen mit Fortuna Düsseldorf verbunden. 1975 wohnten wir gerade erst ein paar Monate in Göttingen, als die Fortuna, damals in der Bundesliga eine große Nummer, im Jahnstadion vorbeikam und unseren Goalgetter Frank-Michael Schonert mitnahm. Ich war ziemlich traurig, dass Schonert nicht mehr das gelbe Jersey mit dem "05" trug, sondern ein rot-weiß gestreiftes mit einem "F95" vorne drauf. Aber gleichzeitig war es auch unglaublich aufregend - weil die Fortuna mir aus der Sportschau so vertraut war. Und nun sah ich sie plötzlich in Farbe (statt im Schwarzweiß des Fernsehens) und in natura!

Nun, mit Schonert und den Rheinländern wurde das nix, und 05 marschierte ohne Schonert zwei Jahre später in die Oberliga, womit eine lange anhaltende Epoche des Leidens begann. In die geriet auch die Fortuna, als sie 1992/93 als Bundesligaabsteiger in die damals drittklassige Oberliga durchgereicht wurde. Noch schlimmer war es dann von 2002 bis 2004, als man erneut Oberliga spielte, die inzwischen aber nur noch die vierthöchste Spielklasse war.

Auch die Fortuna ist einer dieser Vereine, die ihre Krise(n) ohne ihre treue und einfallsreiche Fanschar möglicherweise nicht überlebt hätte. Wer erinnert sich beispielsweise noch an die geniale Idee, den Elfmeterpunkt auszugraben und zu "entführen"? Insofern werden die Fortunen dem heutigen Abend vermutlich eher gelassen entgegen sehen. Was kann schon passieren, was sie nicht schon längst erlebt hätten?