
Nach Angaben der "Westfälischen Nachrichten" droht RWA nun aber sogar der Rückzug aus dem Profifußball. Der hoch verschuldete Klub will sich über den Verkauf des Wersestadions an die Stadt Ahlen sanieren. Angedacht ist eine Kaufsumme von 2,2 Mio. Euro, wobei RWA im Gegenzug bereit wäre, in den kommenden 20 Jahren jährlich 100.000 Euro an Zinsen und Tilgung an die Stadt zu überweisen.
Die Stadtväter stehen der Idee ablehnend gegenüber, da die Kassen der 54.000-Einwohnergemeinde ebenfalls leer sind. Auf einer Sitzung am vergangenen Montag wurde das Konzept daher abgelehnt. „Bei allen Beschlüssen, die wir treffen, wählen wir immer die sparsamste Variante“, wird Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller von der "Ahlener Zeitung" zitiert.
Die Klubführung berät nun über andere Möglichkeiten und ist auf der Suche nach einem Investor, der sich gegenwärtig jedoch nicht abzeichnet.
Am Wochenende gelang es jedoch, den ehemaligen Vorständlern weitgehend Verzichtserklärungen abzuringen und damit die Grundlage für die Sanierung zu legen. Erstes Opfer der umgehend eingeleiteten Sparmaßnahmen wurde Trainer Taskin Aksoy, von dem sich der Klub trennte. Das Training des abgeschlagenen Tabellenletzten der Regionalliga Nord leitet nun Ex-Co-Trainer Kenan Arayici. Zudem soll eine Forderung des Finanzamtes in Höhe von 150.000 Euro in kleinen Raten getilgt werden.
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