Sonntag, 15. Dezember 2013

Alle Tassen im Schrank? Bayer 04 Leverkusen

Vor ein paar Tagen mussten die Leverkusen-Fans über Unterhaching lesen und wurden an gerne vergessene Erlebnisse erinnert. Nun will ich das wieder gut machen und hoffe, mit diesem eher schlicht gehaltenen Becher der Werkself mag mir das gelingen.

Leverkusen. Bayer Leverkusen. Was haben wir in den 1970ern gestöhnt, als die aufstiegen! Keine Aura, keine Fans, keine Vergangenheit. Was nicht wirklich korrekt war (zumindest der Teil mit der Vergangenheit), und was im Rückblick und dem Vergleich mit einem anderen Klub, der seit einigen Jahren in der Bundesliga spielt und suggeriert, er verfüge über eine bis 1899 zurückreichende Fußballtradition auch ungerecht war. Schließlich war Bayer Leverkusen schon in den 1960ern drauf und dran gewesen, die Bundesliga zu erreichen, und was für eine tief verwurzelte Fußballbegeisterung in Leverkusen herrscht, kann man herrlich in Ronald Rengs großartigem Buch „Spieltage“ im Zusammenhang mit dem jungen Heinz Höher nachlesen.

Aber klar, Leverkusen war keine Zuschauerhochburg, und ist es auch heute nicht. Zweifelsohne aber ist Bayer 04 längst ein allseits akzeptierter Bundesligist, der zumindest die Liebhaber des ästhetisch schönen Fußballs in den letzten Jahrzehnten auch immer wieder begeistert hat. Ich jedenfalls erinnere mich an Tage, an denen ich Bayer die Daumen drückte, weil der Verein ungeachtet seiner ungewöhnlichen Konstellation etwas sympathisches hat. Was ich immer bewundert habe, ist die aktive Fanszene der Rot-Schwarzen, die mehrfach wichtige Impulse für die allgemeine Entwicklung der Fankultur in Deutschland gegeben hat.

Persönlich verbinde ich mit Bayer Leverkusen sehr lange zurückliegende Erfahrungen. 1975/76 sah ich die Mannschaft beim Zweitligaspiel zwischen Göttingen 05 und Bayer 04 erstmals live, und in der darauffolgenden Saison 1976/77 gab ich auch mein Debüt im Ulrich-Haberland-Stadion. Damals noch ein sehr schlichtes Sportstadion mit einer Uralttribüne und in der Tat recht wenigen Zuschauer. Aber einer spielstarken Heimelf, der u.a. Dieter Herzog und der frühere 05er Frank-Michael Schonert angehörte und die meinen 05ern eine weitere Niederlage auf dem Abstiegsweg in die Oberliga Nord zufügte, während sie sich selber auf den Weg in die Bundesliga machte.

Auch als Fußballhistoriker habe ich mich bereits mit Bayer Leverkusen beschäftigt und gemeinsam mit Alex Feuerherdt ein Buch über die Geschichte der Bayer-Elf vorgelegt. http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node%2F401
 
Foto: Vor ein paar Tagen mussten die Leverkusen-Fans über Unterhaching lesen und wurden an gerne vergessene Erlebnisse erinnert. Nun will ich das wieder gut machen und hoffe, mit diesem eher schlicht gehaltenen Becher der Werkself mag mir das gelingen.

Leverkusen. Bayer Leverkusen. Was haben wir in den 1970ern gestöhnt, als die aufstiegen! Keine Aura, keine Fans, keine Vergangenheit. Was nicht wirklich korrekt war (zumindest der Teil mit der Vergangenheit), und was im Rückblick und dem Vergleich mit einem anderen Klub, der seit einigen Jahren in der Bundesliga spielt und suggeriert, er verfüge über eine bis 1899 zurückreichende Fußballtradition auch ungerecht war. Schließlich war Bayer Leverkusen schon in den 1960ern drauf und dran gewesen, die Bundesliga zu erreichen, und was für eine tief verwurzelte Fußballbegeisterung in Leverkusen herrscht, kann man herrlich in Ronald Rengs großartigem Buch „Spieltage“ im Zusammenhang mit dem jungen Heinz Höher nachlesen.

Aber klar, Leverkusen war keine Zuschauerhochburg, und ist es auch heute nicht. Zweifelsohne aber ist Bayer 04 längst ein allseits akzeptierter Bundesligist, der zumindest die Liebhaber des ästhetisch schönen Fußballs in den letzten Jahrzehnten auch immer wieder begeistert hat. Ich jedenfalls erinnere mich an Tage, an denen ich Bayer die Daumen drückte, weil der Verein ungeachtet seiner ungewöhnlichen Konstellation etwas sympathisches hat. Was ich immer bewundert habe, ist die aktive Fanszene der Rot-Schwarzen, die mehrfach wichtige Impulse für die allgemeine Entwicklung der Fankultur in Deutschland gegeben hat. 

Persönlich verbinde ich mit Bayer Leverkusen sehr lange zurückliegende Erfahrungen. 1975/76 sah ich die Mannschaft beim Zweitligaspiel zwischen Göttingen 05 und Bayer 04 erstmals live, und in der darauffolgenden Saison 1976/77 gab ich auch mein Debüt im Ulrich-Haberland-Stadion. Damals noch ein sehr schlichtes Sportstadion mit einer Uralttribüne und in der Tat recht wenigen Zuschauer. Aber einer spielstarken Heimelf, der u.a. Dieter Herzog und der frühere 05er Frank-Michael Schonert angehörte und die meinen 05ern eine weitere Niederlage auf dem Abstiegsweg in die Oberliga Nord zufügte, während sie sich selber auf den Weg in die Bundesliga machte.

Auch als Fußballhistoriker habe ich mich bereits mit Bayer Leverkusen beschäftigt und  gemeinsam mit Alex Feuerherdt ein Buch über die Geschichte der Bayer-Elf vorgelegt. http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node/401

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