Samstag, 14. Dezember 2013

Alle Tassen im Schrank? Bristol Rovers (the "lucky mug")

Fußball und (Aber-)Glaube gehören ja eng zusammen und ergänzen sich häufig. Ich habe einen guten Freund in Bristol, der "muss" bei einem Auswärtsspiel im gegnerischen Fanshop stets den KLEINSTEN Gegenstand kaufen, den es für eine (vertretbare) Summe zu erwerben gibt. Verlieren die Rovers, weiß er, dass es noch einen kleineren Gegenstand gegeben hätte...

Auch ich bin nicht frei von solchen Spinnereien, und in meiner Tassensammlung gibt es sogar einen Becher, der über viele Jahre mein „lucky mug“ war. Hier ist er abgebildet, und nun kommt die Geschichte dazu. Von den Bristol Rovers habe ich inzwischen zwölf verschiedene Becher, und ich gebe gerne zu, dass dieser nicht zu den wirklichen Schönheiten zählt. Aber er verfügt über enorme Kräfte! Das entdeckte ich vor sechs Jahren, als die Rovers im Westcountyderby bei Yeovil Town zur Halbzeit mit 0:2 in Rückstand lagen und ich mir zur Halbzeitpause leicht frustriert eine Tasse Tee zubereitete, um sie während des zweiten Spielabschnitts (vor dem Radio) zu genießen. Aus irgendeinem Grund griff ich zum abgebildeten Becher – und die Rovers gewannen zu meiner Freude noch mit 3:2.

Das blieb im Gedächtnis, und als es in der darauffolgenden Saison eine ähnliche Situation gab, griff ich erneut zu eben diesem Becher. Prompt stand am Ende nach 0:2-Halbzeitrückstand ein 2:2! Fortan war es mein „lucky mug“, den ich in direkter Absprache mit oben erwähntem Freund immer dann einsetzte, wenn er mir per SMS aus dem Stadion mitteilte, dass man „mit ein wenig Glück“ einen Rückstand wettmachen könne. Uns war klar, dass der Zauber und die Kraft der Tasse nur eine bedingte Wirkungsdauer haben würden - denn so ist das nun mal mit einflussreichen Devotionalien: irgendwann ist die Kraft verflogen – und insofern setzten wir das mystische Potenzial höchst sensibel und selektiv aber dennoch erfolgreich ein. Mindestens elf Punkte erspielte der Becher somit über die Jahre!

In der letzten Saison passierte dann das, was ich immer befürchtet hatte. Die Wirkung ließ nach. Zwar machte der Becher beim Heimkick gegen Torquay schon kurz nach seinem Einsatz per Fernwirkung aus einem 0:2-Halbzeitrückstand ein Hoffnung verbreitendes 1:2, doch als anschließend nicht wie erwartet der Ausgleich fiel, sondern Torquay statt dessen kurz vor Schluss zum 1:3 traf, wusste ich, die Magie war gebrochen.

Seitdem habe ich den Becher in der Hoffnung, er möge sich wieder aufladen, nicht mehr angerührt - ich fürchte mich wohl vor einer neuerlichen Negativerfahrung. Möglicherweise will ich aber auch nur verhindern, dass sich Glücksgöttin Fortuna provoziert fühlt und erst recht nicht eingreift... In jedem Fall hoffe ich, dass das heutige Rovers-Gastspiel in Morecambe auch ohne Magie zu einem Erfolgserlebnis wird, denn angesichts der Tabellensituation meiner Pirates wären drei Punkte bitter nötig, sonst braucht es wohl bald weitaus mehr als nur einen "lucky mug".

In diesem Sinne: allen einen schönen Fußball-Samstag und UP THE GAS!
 
Foto: Fußball und (Aber-)Glaube gehören ja eng zusammen und ergänzen sich häufig. Ich habe einen guten Freund in Bristol, der "muss" bei einem Auswärtsspiel im gegnerischen Fanshop stets den KLEINSTEN Gegenstand kaufen, den es für eine (vertretbare) Summe zu erwerben gibt. Verlieren die Rovers, weiß er, dass es noch einen kleineren Gegenstand gegeben hätte... :-D

Auch ich bin nicht frei von solchen Spinnereien, und in meiner Tassensammlung gibt es sogar einen Becher, der über viele Jahre mein „lucky mug“ war. Hier ist er abgebildet, und nun kommt die Geschichte dazu. Von den Bristol Rovers habe ich inzwischen zwölf verschiedene Becher, und ich gebe gerne zu, dass dieser nicht zu den wirklichen Schönheiten zählt. Aber er verfügt über enorme Kräfte! Das entdeckte ich vor sechs Jahren, als die Rovers im Westcountyderby bei Yeovil Town zur Halbzeit mit 0:2 in Rückstand lagen und ich mir zur Halbzeitpause leicht frustriert eine Tasse Tee zubereitete, um sie während des zweiten Spielabschnitts (vor dem Radio) zu genießen. Aus irgendeinem Grund griff ich zum abgebildeten Becher – und die Rovers gewannen zu meiner Freude noch mit 3:2.

Das blieb im Gedächtnis, und als es in der darauffolgenden Saison eine ähnliche Situation gab, griff ich erneut zu eben diesem Becher. Prompt stand am Ende nach 0:2-Halbzeitrückstand ein 2:2! Fortan war es mein „lucky mug“, den ich in direkter Absprache mit oben erwähntem Freund immer dann einsetzte, wenn er mir per SMS aus dem Stadion mitteilte, dass man „mit ein wenig Glück“ einen Rückstand wettmachen könne. Uns war klar, dass der Zauber und die Kraft der Tasse nur eine bedingte Wirkungsdauer haben würden - denn so ist das nun mal mit einflussreichen Devotionalien: irgendwann ist die Kraft verflogen – und insofern setzten wir das mystische Potenzial höchst sensibel und selektiv aber dennoch erfolgreich ein. Mindestens elf Punkte erspielte der Becher somit über die Jahre!

In der letzten Saison passierte dann das, was ich immer befürchtet hatte. Die Wirkung ließ nach. Zwar machte der Becher beim Heimkick gegen Torquay schon kurz nach seinem Einsatz per Fernwirkung aus einem 0:2-Halbzeitrückstand ein Hoffnung verbreitendes 1:2, doch als anschließend nicht wie erwartet der Ausgleich fiel, sondern Torquay statt dessen kurz vor Schluss zum 1:3 traf, wusste ich, die Magie war gebrochen.

Seitdem habe ich den Becher in der Hoffnung, er möge sich wieder aufladen, nicht mehr angerührt - ich fürchte mich wohl vor einer neuerlichen Negativerfahrung. Möglicherweise will ich aber auch nur verhindern, dass sich Glücksgöttin Fortuna provoziert fühlt und erst recht nicht eingreift... In jedem Fall hoffe ich, dass das heutige Rovers-Gastspiel in Morecambe auch ohne Magie zu einem Erfolgserlebnis wird, denn angesichts der Tabellensituation meiner Pirates wären drei Punkte bitter nötig, sonst braucht es wohl bald weitaus mehr als nur einen "lucky mug".

In diesem Sinne: allen einen schönen Fußball-Samstag und UP THE GAS!

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