Sonntag, 12. Januar 2014

Alle Tassen im Schrank? FC Wacker München


Wer solche Freunde hat, dem muss nicht bange sein! Der FC Wacker München ist offensichtlich emsiger Verfolger meiner Posts hier auf Facebook, denn er überraschte mich mit einem kleinen Päckchen, in dem diese wunderschöne Keramiktasse sowie einige Heftchen über die Vereinsaktivitäten steckten. Dafür zunächst einmal ein gerührtes "Danke schön" an die Isar - hat mich sehr gefreut!

Der Wacker München ist einer dieser Vereine, der mir ganz früh bei meinen "Forschungen" in Sachen Fußballgeschichte begegnete. Und zwar als Überraschung. Denn nicht die Bayern und auch nicht 1860, fand ich heraus, war lange Zeit Münchens Liebling, sondern die Blausterne vom Harras! In den 1920er Jahren sportliche Nummer eins in München und 1922 Süddeutscher Meister sowie 1922 und 1928 Halbfinalist in der Deutschen Meisterschaftsendrunde, neigte sich die große Zeit des FC Wacker allerdings schon vor dem Zweiten Weltkrieg ihrem Ende zu und der Klub rutschte zunehmend ab. 1975 noch einmal Bayernligameister geworden, verzichtete man seinerzeit auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Danach ging es hinab bis in Liga sechs, ehe 1994 fast das Aus gekommen wäre. Mit einem Neustart in der A-Klasse schaffte der Klub jedoch die Wende und verwandelte sich anschließend in einen Vorzeigeverein in Sachen Vielfalt und soziale Integration. Im "Kessel" an der Demleitnerstraße in Sendling steht seitdem nicht mehr der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Völkerverständigung und das soziale Engagement. "Viele Kulturen - eine Leidenschaft", ist beim FC Wacker alles andere als ein leerer Slogan, und auch der Titel "Münchens heimliche Liebe" darf noch immer mit berechtigtem Stolz geführt werden.

Auf der Webseite www.fc-wacker-muenchen.de findet sich übrigens ein sehenswertes Filmchen über das heutige Selbstverständnis der "Blausterne".

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