Samstag, 25. Januar 2014

Insolvenzticker: TuS Eving-Lindenhorst

Der westfälische Landesligist TuS Eving-Lindenhorst steht im 69. Jahr seines Bestehens vor schweren Zeiten. 2013 nach drei Spielzeiten in der Westfalenliga in die Landesliga abgestiegen, haben die Grün-Weißen aus dem Dortmunder Nordosten eine katastrophale Hinrunde absolviert und stehen sportlich vor dem erneuten Abstieg (in die Bezirksliga).

Schlimmer sind jedoch die finanziellen Probleme des Klubs. Zuschauersorgen im Eckeystadion und mangelnde finanzielle Unterstützung durch Sponsoren haben der Klubführung die Hände gebunden. TuS-Präsident Peter Kowalski teilte nun gegenüber "Reviersport" mit, dass die vereinbarten Gehälter nicht ausgezahlt werden könnten und die Saison notfalls mit Jugendspielern beendet werden müsse. "Reviersport" zitierte den Spieler TuS-Tuna Kayabasi mit den Worten: "Am besten wäre es, wenn die Verantwortlichen die Mannschaft zurückzieht. Der Verein wird sowieso nicht bis zum Saisonende durchhalten".

Der TuS Eving-Lindenhorst enstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Fusion zwischen SC Phönix Lindenhorst und Westfalia Eving. Ursprünglich eng mit den Zechen Minister Stein und Hardenberg verbunden, spielte man 1951/52 für ein  Jahr unter Trainer Dettmar Cramer in der alten Landesliga Westfalen. Von 1962 bis 1968 spielten die Grün-Weißen in der Verbandsliga Westfalen und brachten mit Dieter Zorc (Vater von Michael Zorc) einen Amateurnationalspieler hervor. Anschließend pendelte der Klub zwischen Westfalenliga und Landesliga, während Talente wie Michael Zorc, Stefan Klos und Lars Ricken ihm den Ruf einer "Talenteschmiede" einbrachte.

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