Dienstag, 16. November 2010

Neuer Asienmeister Seongnam Ilhwa Chunma

Mit einem 3:1-Sieg über Zobahan Esfahan aus dem Iran wurde der südkoreanische Klub Seongnam Ilhwa Chunma neuer Asienmeister. Nachstehend das Porträt über den nicht ganz unumstrittenen Verein aus meiner Fußballweltenzyklopädie.

SEONGNAM ILHWA CHUNMA
Mit sechs Meisterschaften seit 1993 ist das Team aus dem bürgerlich geprägten Seouler Vorort Seongnam das bislang erfolgreichste des Landes.
Der Verein wurde 1989 in Seoul gegründet und trug seine Spiele zunächst im Dongdaemun Stadium aus. Nach der Verbannung des Profifußballs aus Seoul ließ er sich 1996 in Cheonan nieder, wo die von Trainerlegende Park Chong-whan betreute Elf noch im selben Jahr Asienmeister wurde (1:0-Finalsieg über Al-Nasr Riad). Seit 1999 ist er in Seongnam sesshaft.
Der Klub steht im Besitz der »Ilhwa Foundation«, die der wirtschaftliche Arm der sektenähnlichen »Unification Church« von Moon Sun-myung ist. Der Begriff Chunma steht für »Pegasus«. Aufgrund der Nähe zur »Unification Church« kommt es regelmäßig zu Protesten christlicher Gruppen gegen den Verein. Sportlich gelang nach einer längeren Krise erst 2001 unter Trainer Cha Kyung-bok die Rückkehr in die nationale Spitze.
2004 erreichten die Blau-Gelben erstmals das Finale um die Champions League, das nach einem 3:1-Hinspielerfolg über Al-Ittihad Riad mit einer sensationellen 0:5-Rückspielniederlage in Saudi-Arabien noch verloren ging. 2006 sicherte man sich im Play-off gegen die Suwon Samsung Bluewings den siebten Meistertitel.

Dieser Beitrag stammt aus der Fußballweltenzyklopädie, Band 1 (Europa und Asien). Verlag Die Werkstatt, ISBN: 978-3895335761, 448 Seiten, 39,90 €

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